Wasser ist Leben
Wasser ist Leben

Ein Brunnen für Kamba

BRUNNENBAU IN KAMBA: SO SIEHT EIN CORONA-BEDINGTES WASSERFEST AUS

Am 10. Mai 2020 hat das Dorf Kamba trotz der Corona-Zeit auf eine erinnerungswürdige Art und Weise das Wasser gefeiert.

„Das Wasser heiβt wirklich Leben und ist stärker als die Corona-Pandemie“, das ist die Botschaft, welche die Dorfgemeinschaft von Kamba an die Welt bei der Einweihung des neunten Brunnens des ELEFANTENFÜβE e.V. in Kamerun sendet. In einer zusehends Corona-bedingten Stimmung bringen die Nutznieβer ihre groβe Freude zum Ausdruck. Am Eingang des Festplatzes stehen ein mit Hahn versehener Wassereimer und die Seife zum Händewaschen bereit. Jeder Gast muss mindestens einen Meter Abstand vom anderen halten. Das sind einige Einschränkungen, die alle in der Corona-Zeit einhalten müssen.

Es ist 12:00 Uhr in Kamba, wenn die Dorfbewohner den Brunnenplatz stürmen. Von alten über jungen Menschen bis hin zu Kindern sind alle zu sehen. Die Freude ist spürbar auf allen Gesichtern. Besonders bemerkenswert ist die Anwesenheit des Vertreters des ELEFANTENFÜβE e.V. in Kamerun Jacques Abel Onya. Weitere lebendige Kräfte der Ortschaft sind auch dabei, darunter der Polizeikommissar von Mengueme Jean Marie ATIA und der Vorsitzende des „VEREINS VON FREUNDEN DER SCHWEIZ UND DEUTSCHLANDS VON MEBOMEZOA“, Lucas ETANA. In seiner Ansprache drückt der Wortführer des Dorfes Justin Jules OWONO der Bonner humanitären Organisation seine tiefste Dankbarkeit aus. Bei dieser Gelegenheit sendet er die folgende Botschaft an den Gründer des ELEFANTENFÜβE e.V. Joschka MERZ: „Herr ONYA, Sie sind als Vertreter des ELEFANTENFÜβE e.V. der Mund und das Ohr des deutschen Vereins in Kamerun. Teilen Sie bitte Herrn Joschka MERZ mit, dass das ganze Dorf Kamba ihm auf ewig sehr dankbar ist. Als er zu Besuch in Kamba 2017 war, hatte er uns einen Brunnen versprochen. Heute ist der Traum Wirklichkeit geworden. Bei seinem nächsten Aufenthalt in Kamerun ist Herr Joschka MERZ immer herzlich willkommen in Kamba.“

Alle freuen sich. Sie singen und tanzen frenetisch. Dabei spielt die deutsche Flagge mit. „Ich habe die deutsche Flagge mitgebracht, um nicht nur das Wasser, sondern auch die deutsch-kamerunische Freundschaft konkret zu feiern“, verlautet die junge Frau Cathérine ONDOA, die ihre Begeisterung nur schwer zurückhalten kann. Das saubere Trinkwasser flieβt in Kamba und die Dorfgemeinschaft hat jetzt den Schulpreis 2020 im Blick. 

 

                                             Beitrag von Jacques Abel ONYA

 

In Kamba fließt sauberes Trinkwasser

BRUNNENBAU IN KAMBA: DAS WASSER FLIEβT BALD!

Am 15. April 2020 wurde das Grundwasser in Kamba erreicht und die Freude ist groß im Dorf.

Es ist 15 Uhr, wenn Freudenschreie aus den Hütten kommen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene stürmen sofort den Brunnenplatz, um das Wasser zu begrüßen. Die einen singen und die anderen tanzen fieberhaft, um die Freude auszudrücken und dem Bonner Verein „ELEFANTENFÜβE“ für seine Solidaritätswelle zu danken. „Das Wasserprojekt in Kamba kommt gerade recht. Das Projekt setzen wir in der Tat zu einem Zeitpunkt um, in dem die ganze Welt mit einer schweren Gesundheitskrise konfrontiert ist. Wie Sie wissen, ist Covid-19 zur Zeit unser Feind Nummer Eins und ohne sauberes Trinkwasser ist es unmöglich, die Corona-Pandemie zu unterbinden. Denn die Menschen sollen sich regelmäßig die Hände waschen.“, verlautet begeistert und zuversichtlich der Cheftechniker Charles ALIMA. 

Am 6. April 2020 hat die Projektkoordinatorin Régine ONYA  ihr erstes offizielles Treffen mit dem Dorf gehabt. An jenem Tag hat ebenfalls die erste Schulung des Projektes stattgefunden. Die Veranstaltung war gut besucht. So haben die Dorfbewohner Einblicke in die Arbeitsphilosophie der ELEFANTENFÜßE e.V. bekommen. Später wurde der Punkt der Grabung durch geophysische Begutachtung des Terrains festgelegt. Anschließend haben die Grabarbeiten begonnen. Eine Woche später erreichten die Brunnenbauer das Grundwasser in einer Tiefe von 18 Metern. In Kamba ziehen alle am gleichen Strang und alles spricht dafür, dass man mit einem erfolgreichen Wasserprojekt rechnen kann.

 Beitrag von Jacques Abel ONYA

Der nächste Brunnen soll in Kamba entstehen.

Kamba ist ein Dorf, das ca. 100 Kilometer von Jaunde, der Hauptstadt Kameruns entfernt liegt. Hier leben ungefähr 700 Menschen, von denen 500 das Erwachsenenalter noch nicht erreicht haben. 

Wie in vielen kamerunischen Dörfern leben die Menschen hauptsächlich von landwirtschaftlichen Aktivitäten und vom Kleinhandel. Auf der Bildungsebene nimmt das Dorf seit 2017 am Schulpreis teil, den die Elefantenfüße den kamerunischen Schulen alljährlich vergibt.

ANTRAG AUF PROJEKTBEZUSCHUSSUNG

 

Deutscher Träger                                      

Elefantenfuesse e.V.                        

Postleitzahl: Franz-Linz- Str. 23

53175 Bonn                

Tel: 0228 3862220

E-Mail:info@elefantenfuesse.com                              

Webseite: www.elefantenfuesse.com

                                                                                                                                         

Ansprechperson: Frau Petra MERZ

 

Bau von 1 Brunnen mit Pumpe in Kamba

 

Land                    Region/Ort                                                          Laufzeit

Kamerun              Zentrumsregion in Kamba                       vom 15.03.2020–15.05.2020

  1. Zielgruppe

 

Zielgruppe sind etwa 700 Menschen, darunter 500 Jugendliche und 200 Erwachsene in Kamba. Wie in den meisten Dörfern in Kamerun haben es die Bewohner in diesem Dorf schwer, sauberes Trinkwasser zu finden. Wegen der schlechten Wasserqualität leiden viele Menschen nach wie vor an Magen- und Darm-Erkrankung und viele Schüler bleiben sehr häufig dem Unterricht fern. 

 

  1. Kurzbeschreibung- Ziele und geplante Maßnahmen

 

Das Projekt verfolgt drei Hauptziele. Erstens  den Zugang zum sauberen Trinkwasser in Kamba zu ermöglichen. Zweitens die Cholera und andere, durch unsauberes Wasser hervorgerufene Krankheiten zu unterbinden, krankheitsbedingte Fehltage zu vermindern und die Schulleistungen zu verbessern. Drittens zielt das Projekt darauf hin, eine nachhaltige Gesundheits- und Hygieneerziehung durch ständige Aufklärung im Dorf zu fördern. 

 

  1. Aktuelle Lagebeschreibung:

Kamba ist ein Dorf, das ca. 100 Kilometer von Jaunde, der Hauptstadt Kameruns entfernt liegt. Hier leben ungefähr 700 Menschen, von denen 500 das Erwachsenenalter noch nicht erreicht haben. 

Wie in vielen kamerunischen Dörfern leben die Menschen hauptsächlich von landwirtschaftlichen Aktivitäten und vom Kleinhandel. Auf der Bildungsebene nimmt das Dorf seit 2017 am Schulpreis teil, den die Elefantenfüße den kamerunischen Schulen alljährlich vergibt. Im Gegensatz zu den meisten kamerunischen Dörfern ist Kamba keine abgelegene Ortschaft. Das Dorf ist leicht erreichbar, aber das Wasser ist das Wasserproblem ist das Problem Nummer Eins des Dorfes. 

  1. Wasserversorgung

 

In Kamba haben die Einwohner keine Möglichkeit an sauberes Trinkwasser zu gelangen. Deshalb hat die Bevölkerung keine andere Wahl, als sich mit den übelriechenden Pfützen zu begnügen. Das Schlimmste dabei ist, dass auch die Pfützen in der Trockenzeit (Januar-Februar) zunehmend schwinden, bis sie schließlich dann nicht mehr vorhanden sind. Diese sind häufig einen Kilometer querfeldein durch den Wald entfernt. Der Weg dahin ist aufgrund von nicht zu verachtenden Steigerungen, sehr beschwerlich. Das Wasser selbst ist sehr schlammig und alles andere als klar. Man kann sich vorstellen, dass der Rückweg, beladen mit zwei vollen Eimern, noch einmal erheblich schwieriger ist.

Durch den Konsum des  Wassers leiden viele Menschen unter Krankheiten, die drastische Folgen (vor allem für Kinder) haben können.

Deshalb bittet die Dorfgemeinschaft die ELEFANTENFÜβE e.V. um eine finanzielle Unterstützung, damit viele Leben gerettet werden können. In der Tat ist der Brunnen in Kamba der neunte Brunnen, der von der Bonner humanitären Organisation in Kamerun umgesetzt werden wird.

  1. Unterhaltung und Wartung des Brunnens

Aus der Erfahrung der von ELEFANTENFÜβE e.V. schon bezuschussten Brunnenprojekte in den Dörfern wie Mebomezoa, Akongo, Obak, Mong, Lepse, Ngon Osu, Mvog Betsi und Nkol-Ondom entrichtet jede Familie einen kleinen Betrag im Gegenwert von ca. 6 EURO jährlich für die Unterhaltung (einschließlich Chemikalien) und eine eventuelle Reparatur des Brunnens

  1. Schulungen

Schulungen in Hygiene und Demonstrationen zu Transport und Aufbewahrung von Wasser und zur Reinhaltung des Brunnens werden vor, während und nach der Projektlauzeit im Dorf durchgeführt. Dieses ist im Kostenplan bereits vorgesehen. Das entspricht 12 Schulungen. Bei den Schulungen wird ein besonderer Akzent auf die durch wasserbedingten Krankheiten im Allgemeinen und die Cholera insbesondere gelegt. 

  1. Aufgaben des Hygienekomitees

Das Hygienekomitee wird damit beauftragt, die Sensibilisierung im Dorf fortzusetzen. Dazu wird eine ehrenamtliche Dialog-Plattform zwischen Dorfbewohnern aufgebaut, um ständig über den Zugang zu sauberem Trinkwasser, die durch wasserbedingten Krankheiten und besonders die Cholera zu diskutieren. Darüber hinaus werden auch die Dorfoberhäupter in das Projekt für die Gesundheitsberatung involviert.

  1. Projektteam in Kamerun

Das Projekt wird von folgenden Personen im Entwicklungsland geleitet:

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  1.  
  1.  

Jacques Abel

Projektleiter/Ansprechpartner Elefantenfüβe Kamerun

(+237) 675972311

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  1.  
  1.  
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Stellvertretende Projektleiterin

(+237) 697274825

  •  

 

 

  1. Einfacher Finanzierungsplan (in €) 

     Projektbezeichnung: Bau von 1 Brunnen mit Pumpe in Kamba

9.1. Ausgaben in EURO

Gesamt

9.1.1. für Investitionen 

6943

9.1.1.1. Erkundungsreise und erstes offizielles Treffen mit der Dorfgemeinschaft 

100

9.1.1.2. Festlegung des Punktes der Grabung durch geophysische Begutachtung des Terrains und Absteckarbeiten

200

9.1.1.3. Betreuungsaktivitäten für die Organisation der Begünstigten durch Bildung eines Lenkungsausschusses

100

9.1.1.4. Bohrung von der Erdoberfläche bis zum Grundwasser

130

9.1.1.5. Erwerbung von Betondüsen mit 100 cm Durchmesser und 50 cm hoch

460 

9.1.1.6. Betondüsen werden in die Grundwasser leitende Schicht herabgelassen

343

9.1.1.7. Wasser- und Schlammbeseitigung aus dem Baugelände

130

9.1.1.8. Schachtausbau des Brunnens

1680

9.1.1.9. Bau des Brunnenrandes mit mobiler Bodenplatte

145

9.1.1.10. Erwerbung der Pumpe (mit menschlicher Motorik) und der Zusatzrüstung 

2000

9.1.1.11. Konstruktion der Filterschicht

90

9.1.1.12. Einrichtung der Filterschicht und der Pumpe

305

9.1.1.13. Schutz des Brunnens durch einen Zaun

390

9.1.1.14. Wasserbehandlung (mit Chlor und Sulfat)

70

9.1.1.15. Materialtransport und weitere logistische Unterstützung

500

9.1.1.16. Reisekosten des Projektteams für die Kontrolle der Arbeiten (3 Kontrollaufträge insgesamt)

300

9.1.2. für Betriebsausgaben

225

9.1.2.1. Herstellung einer Bilderbox

115

9.1.2.2. Schulungen (12 insgesamt)

110

Gesamtausgaben

7168

€ 1: 655,97 FCFA

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© Petra Merz