Wasser ist Leben
Wasser ist Leben

Der Verein

Wir sammeln Spenden für die Trinkwasserversorgung und Bildungsprojekte in Kamerun.

 

Dazu haben wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Kamerun Konzepte entwickelt, die eine nachhaltige die Lebensbedingungen der Menschen sicherstellen. 

 

Unser Tätigkeitsfeld umfasst vor allem Brunnenbauten und daneben die jährliche Veranstaltung eines „Schulpreises“. Auch wenn wir den Großteil unserer Ressourcen in die Trinkwasserversorgung stecken, ist unser Engagement im Rahmen des Bildungsprojekts ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

 

Ihre Spenden kommen zu 100% in unseren Projekten an. Alle Mitglieder des Vereins arbeiten ehrenamtlich. Sämtliche Kosten wie Kontoführungsgebühren, Überweisungsgebühren oder Kosten für diese Website werden vom Verein selbst getragen.

 

Mit anderen Worten: Wenn sie 1€ spenden, fließt 1€ in eines unserer Projekte. 

Unsere Brunnenprojekte

Bei unseren Brunnenprojekten steht Nachhaltigkeit im Vordergrund. Bei meinen Besuchen in Kamerun musste ich leider feststellen, dass es in vielen Dörfern kaputte und marode Brunnen gibt, die zu ihrer Zeit sicherlich mit den besten Intentionen gebaut worden sind, die Lebensumstände der Dorfbewohner jedoch im besten Fall nur für ein paar Jahre verbessert haben. Ein solche Entwicklung wollten wir bei unseren Brunnen unbedingt vermeiden, weswegen der Verein in enger Zusammenarbeit mit unseren kamerunischen Partnern, folgendes Konzept entwickelt hat:

 

Bevor die Arbeiten losgehen, wird stets eine Dorfversammlung einberufen, auf welcher die Möglichkeit zum Austausch mit den Bewohnern besteht und wo etwaige Bedenken im Zusammenhang mit dem Projekt diskutiert werden können. Auf dieser Versammlung beraten wir zudem die Besetzung von Posten im Zusammenhang mit dem Brunnen.

 

Außerdem werden zwei bis drei Dorfbewohner bestimmt, welche den Bau des Brunnens von Anfang bis Ende begleiten und die Brunnenbauer bei ihrer Arbeit unterstützen. Dadurch lernen diese Bewohner wie ein Brunnen funktioniert und was typische Bruchstellen sein können. Einfache Probleme können dadurch von der Dorfgemeinschaft selbst behoben werde, ohne dass Geld eingesetzt oder unser Verein aktiv werden müsste.

 

Natürlich gibt es aber auch Probleme, die von den angelernten Bewohnern nicht behoben werden können. Aus diesem Grund, wird auf der konstitutiven Dorfversammlung auch folgendes vereinbart: Jede Großfamilie erklärt sich bereit einen monatlichen Beitrag von 500 FCFA (umgerechnet ca. 76 Cent) in eine gemeinsame Brunnenkasse einzuzahlen. Dieses Geld wird vom örtlichen Kassenwart eingesammelt und für den Fall eines größeren Problems, wie z.B. ein defektes Bauteil, verwahrt. Mit dem eingesammelten Geld können dann die defekten Teile ersetzet bzw. die anfallenden Reparaturkosten getragen werden. An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass die Zahlung des Beitrags keinen Einfluss auf die Nutzungsmöglichkeiten des Brunnens hat. Jeder Mensch, egal ob Dorfbewohner, Ausstehender oder Sie und Ich darf den Brunnen benutzen und so viel Wasser pumpen wie er braucht.

 

Erst wenn sich die Dorfgemeinschaft mit diesen Bedingungen einverstanden erklärt, kann mit den Arbeiten begonnen werden. Häufig haben die Bewohner auch eigene Vorschläge und Anregungen, die wir diskutieren und soweit ein gegenseitiges Einverständnis besteht, in unser Konzept aufnehmen. Von den zuvor genannten Bedingungen wird jedoch, um eine nachhaltige Versorgung mit sauberem Trinkwasser sicherzustellen, nicht abgewichen.

 

Mit Beendigung der Versammlung, werden die Materialien beschafft. Hierbei achten wir darauf, hochwertige Qualität einzukaufen. Man könnte die Brunnen zwar auch günstiger bauen, unter den weniger guten Materialien würde jedoch die Lebensdauer des Brunnens leiden und Brunnenkasse des Dorfes wäre schnell erschöpft. Wir haben uns dafür entschieden, im Zweifel lieber ein Projekt weniger umzusetzen, um dafür sicherstellen zu können, dass unseren Brunnen so lange wie möglich problemlos funktionieren. 

 

Dann beginnen die Arbeiten, welche von gelernten kamerunischen Brunnenbauern durchgeführt werden. Wir haben mittlerweile ein eingespieltes Team, welches stets sehr gute Arbeit geleistet hat und von uns einen fairen Lohn erhält. Die Arbeiten im Dorf sind aufgrund des fehlenden Stroms und den bis zu 20 Meter tiefen Grabungen mit sehr vielen Mühen verbunden und unser Verein ist sehr froh, ein kompetentes und zuverlässiges Team zu haben, welches stets bis zur Fertigstellung der Arbeiten im Dorf bleibt.

 

Nach Beendigung der Arbeiten wird vor der Inbetriebnahme eine weitere Schulung durchgeführt. Um zu verhindern, dass der Brunnen unsachgemäß bedient wird, werden ein Aufsichts- und ein Hygienekomitee eingerichtet, die sicherstellen, dass der Brunnen nur in der dafür vorgesehenen Weise benutzt wird. Sämtliche Ämter innerhalb des Dorfes sind ehrenamtlich, wobei die ernannten Dorfbewohner häufig stolz sind, ein „offizielles“ Amt innezuhaben und ihre Aufgaben gewissenhaft durchführen. 

 

Dass unser Konzept funktioniert, zeigt sich an der Tatsache, dass sämtlich von uns finanzierte Brunnen bis heute arbeiten und die Menschen weiterhin mit sauberem Trinkwasser versorgen. Dies haben wir vor allem Ihnen zu verdanken, da keiner der Brunnen ohne ihre Spenden hätte gebaut werden können.

Unser Schulpreis

Als ich das erste Mal mit der Idee eines Schulpreises in Berührung kam, war ich zunächst skeptisch. Schließlich stellte sich für mich die Versorgung mit sauberem Trinkwasser als essenzieller dar und ich bin der Meinung gewesen, das Wasser wichtiger ist als Schule.

 

Dass ich meine Meinung inzwischen geändert habe, können Sie bereits daran erkennen, dass der „Schulpreis“ weiterhin Bestandteil unseres Engagements ist. Warum der Schulpreis so wichtig ist, und Verein stolz ist, diesen seit dem Jahr 2015 jährlich finanzieren zu können, möchte ich Ihnen gerne näher erläutern:

 

Fast alle Bewohner der Dörfer arbeiten auf den angrenzenden Feldern und Plantagen. Es gibt zwar Schulen, jedoch legen die meisten Eltern größeren Wert auf die Mitarbeit der Kinder im Haushalt und/oder auf dem Feld. So bleibt den Kindern am Nachmittag kaum Zeit für eigenständiges lLernen oder Hausaufgaben. Bedenkt man zudem, dass aufgrund des fehlenden Stroms, ab einer bestimmten Uhrzeit häufig kein ausreichendes Licht mehr zur Verfügung steht, besteht auch im Anschluss an die anfallenden Arbeiten keine Möglichkeit mehr, sich mit schulischen Themen auseinanderzusetzen. So hart diese Schilderung klingt, muss man sich klarmachen, dass diese Aufgabenteilung vor allem traditionelle Hintergründe hat. Die Eltern kennen es schlicht nicht anders, weswegen ich an dieser Stelle niemandem einen Vorwurf machen möchte.

 

Genau hier setzt unser Schulpreis an. Für die Dorfgemeinschaft handelt es sich nicht selten um DAS Großereignis des Jahres. Wird das eigene Kind ausgezeichnet, erfüllt dies die ganze Familie mit großem Stolz, was auch zu einer Steigerung des Ansehens innerhalb der Gemeinschaft führt. Das Interesse der Eltern an dem schulischen Erfolg der Kinder wird durch die Inaussichtstellung eines Preisgewinns erheblich gesteigert. Dadurch werden die Kinder im Haushalt und auf dem Feld entlastet und angehalten, sich auf intensiver mit ihrer eigenen Bildung zu beschäftigen. Die unmittelbar folgenden Möglichkeiten der Kinder, wie das Besuchen einer weiterführenden Schule oder sogar einer Universität sind offenkundig.

 

Preise werden dabei in verschiedenen Kategorien und jeweils für Plätze Eins bis Drei vergeben. Die Schüler bekommen dabei Schulmaterialien wie Schulranzen, Bücher oder Stifte. Einzelheiten können Sie der Beschreibung der einzelnen Projekte entnehmen.

 

Daneben werden alte Strukturen aufgebrochen und es besteht für alle Familien die Möglichkeiten des sozialen Aufstieges innerhalb der Dorfgemeinschaft.

 

Schließlich hat der Schulpreis zu einer erhöhten regionalen Beachtung der teilnehmenden Dörfer geführt. Auch der „Provinzbürgermeister“ besucht inzwischen regelmäßig den Schulpreis teil und stellte bei seiner ersten Anfahrt fest, wie schlecht der Zustand der Straße ist. Als die Dorfbewohner berichteten, dass sie in der Regenzeit regelmäßig mit den Autos festzusitzen und so keine Möglichkeit haben, ihre Ernte in die Stadt zu bringen, veranlasste der Bürgermeister die Befestigung der Zufahrtsstraßen, was dem gesamten Dorf zugute gekommen ist.

 

Weil der Dorfpreis inzwischen auch von Einheimischen finanziell unterstützt wird, konnte das Teilnehmerfeld auf mehrere angrenzende Dörfer und Schulen erweitert werden, ohne dass der Finanzierungsbeitrag der Elefantenfüße erhöht wurde.

 

Der Verein betrachtet die (Teil-) Finanzierung des Schulpreises deswegen als wichtiges Projekt und plant weiterhin eine jährliche finanzielle Unterstützung. 

 

 

Für unsere Spender besteht aber die Möglichkeit, ihren finanziellen Beitrag auf Trinkwasserprojekte zu konzentrieren. Soweit Sie im Betreff Ihrer Spende eine entsprechende Anmerkung hinterlegen, werden wir Ihren Wunsche gerne berücksichtigen.

 

 

Wir freuen uns zudem stets über Fragen und Anregungen, die Sie über das Kontaktformular gerne an uns richten können. 

 

Vielen Dank für Ihren Beitrag

 

Joschka Merz, Elefantenfüße e.V.

 

Der Vorstand

petra Merz

Vorsitzende

Tom schmidt

Schriftführer

Anna Wuttke

Kassenwartin

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© Petra Merz