Wasser ist Leben
Wasser ist Leben

Der Brunnen in Akongo ist fertig, das Wasser fließt

Der Brunnenbau hat begonnen!

WASSERPROJEKT IN AKONGO: DIE BAUSTELLE LÄUFT AUF HOCHTUREN

Am 13. April 2017 hat der Ansprechpartner der ELEFANTENFÜβE Kamerun seinen ersten Kontrollauftrag erfüllt. Jacques Abel Onya hat sehr positive Eindrücke aus Akongo mitgenommen.

Da liegt ein Sandhaufen. Dort sind Düsen zu sehen. Es wird links gehammert. Es wird rechts gebohrt. So sieht die Stimmung aus, die seit einigen Tagen auf der Baustelle in Akongo III herrscht. Von 6 Uhr morgen bis 6 Uhr abend sind Techniker pausenlos am Werk. „Wir stehen sehr früh auf und arbeiten erst an Düsen. Wegen des sehr schlechten Zustands der Dorfstraβe stellen wir selbst Düsen her. Dann fangen wir gegen 8 Uhr mit den Grabarbeiten an. Sehen Sie selbst, das Brunnenloch ist schon 8 Meter tief! In ungefähr zwei Tagen erreichen wir sicherlich das Grundwasser. So können die Einwohner in Akongo sauberes Trinkwasser bis Ende April genieβen.“, versichert der Technikerleiter Jean Serge NGUELE, der nur schwer seine Begeisterung zurückhalten kann.

Auch die Nutznieβer teilen die gleiche Hoffnung. Für sie laufen die Arbeiten schneller als gedacht. „Anfangs waren wir alle sehr skeptisch. Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Techniker es so erfolgereich schaffen können. Jetzt wird der Traum allmählich Realität. Bald wird der Weg zur traditionellen Quelle nur eine traurige Erinnerung!“, verlautete Blérot ATANGANA, der sich besonders darüber freut, dass der Brunnen ganz hinter seinem Haus gebaut wird.

Der Brunnenbau in Akongo stellt das zweite Wasserprojekt dar, das der deutsche Verein ELEFANTENFÜβE e.V. in Kamerun mit Hilfe der deutschen Spender umsetzt. Das Mindeste, was man sagen kann, ist dass der „Brunnen der Deutschen“, so wird der noch im Bau befindliche Brunnen gennant, grosse Erwartungen in Akongo nach sich zieht.

                                                                            Beitrag von Jacques Abel ONYA

 

Brunnen Für Akongo, der Anfang

Dank der vielen Spenden konnte Anfang April mit dem Projekt "Brunnenbau in Akongo" begonnen werden. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich für die vielen Beiträge zum Brunnen in Akongo. Ohne Sie gäbe es dieses neue Projekt nicht.

Und ein großes Dankeschon an unseren Vertauensmannes vor Ort, Jaques Onya Abel, der alles organisiert - ehrenamtlich!  Dafür ganz herzlichen Dank, Herr Onya!

Zunächst erfolgt eine Schulung der Einwohner und Einwohnerinnen. Jaques Onya Abel hat einen sehr beeindruckenden und lesenswerten Bericht über die Situation vor Ort geschrieben. Die Fotos zeigen, wie bisher der Alltag in Agkongo aussieht.

Am 4. April 2017 hat das erste Treffen mit der Dorfgemeinschaft in einer sehr freundlichen Stimmung in Akongo stattgefunden.

Es war 13 Uhr, als ein maisgelbes Taxi am Ort namens Akongo 3 anhielt. An Bord sitzen vier Passagiere. Darunter der Ansprechpartner der ELEFANTENFÜβE Kamerun Jacques Abel ONYA, seine Ehefrau Régine AMBEDE, seine Mutter Frau NGOUMOU Anastasie und der Techniker Privat NGUELE. Bei ihrer Ankunft liegt Akongo längst unter einer sengenden Hitze nach einem Wolkenbruch am Tag zuvor.  So erlebt das Dorf seine ersten Tage der Regenzeit und die Feldarbeit gewinnt immer mehr an Intensität.

Das Ziel der Begegnung war es, organisatorische Aspekte des Projekts gemeinsam zu vereinbaren und den Punkt der Grabung durch geophysische Begutachtung des Terrains festzulegen.

Beim Ausstieg der Passagiere aus dem Auto hört man sofort Freudeschreie aus den Strohhütten: „Unsere Gäste sind endlich da! Das Leben ist zurück in Akongo! Sauberes Trinkwasser ist gekommen! Die Deutschen haben uns gerettet und das ganze Dorf ist ihnen sehr dankbar!“, lässt eine 70-jährige Groβmutter ihre groβe Freude zum Ausdruck bringen. Ein paar Minuten später sieht man Kinder mit Behältern in der Hand vorbeigehen. Von Eimern über Schüsseln bis hin zu Flaschen war alles zu sehen. Sie sind zwischen 5 und 10 Jahren alt und müssen einen Kilometer querfeldein durch den Wald gehen, bis sie die Quelle erreichen. Was die Einwohner als Quelle nennen, ist eigentlich eine Pfütze mit schlammigem Wasser. „In der Trockenzeit schwindet die Quelle zunehmend, bis sie schlieβlich dann nicht mehr vorhanden ist. In der Regenzeit gibt es zwar viel Wasser, aber die Quelle ist so verschmutzt, dass wir lieber Regenwasser trinken. Wir erleben ein echtes Dilemma in Akongo!“, sagt die junge Hausfrau Mariane MBEZELE, die die Hände in der Küche voll zu tun hat.

Um 16 Uhr hat sich die Dorfgemeinschaft in der Dorfmitte versammelt. Für die Einwohner von Akongo hat der Treffpunkt eine groβe Bedeutung. Damit ist gemeint, dass das Brunnenprojekt nicht die Sache einer Person oder einer Familie ist, sondern die Sache des ganzen Dorfes. Das Treffen war gut besucht. Alte und junge Menschen haben sich daran tatkräftig beteiligt. Nach einem kurzen Gebet ist der Vertreter des Dorfchefs Patrice TSOUNGUI FOUDA zu Wort gekommen und die Initiative der ELEFANTENFÜβE e.V. als rettend und lobenswert bezeichnet. „Akongo hat keinen Brunnen und unser groβes Problem ist Wasser. Deshalb sende ich die folgende Botschaft an die Deutschen: Akongo ist sehr stolz auf seinen allerersten Brunnen. Aber wir würden uns sehr über weitere Brunnen freuen, denn Akongo ist ein sehr groβes Dorf mit etwa 5000 Einwohnern.“, verlautete er voller Begeisterung.

Dann wurden der deutsche Verein ELEFANTENFÜβE e.V. und das Brunnenprojekt ausführlich vorgestellt. Die Organisatoren des Treffens haben die Gelegenheit genutzt, um eine Schulung in Hygiene und zur Reinhaltung des Brunnens durchzuführen. Viele Fragen wurden gestellt und befriedigende Antworten wurden gegeben. Schlieβlich wurde demokratisch debattiert und folgende Beschlüsse ergaben sich daraus:

  • Jede Familie entrichtet einen kleinen Betrag im Gegenwert von ca. 18 EURO jährlich für die Unterhaltung (einschließlich Chemikalien) und eine eventuelle Reparatur des Brunnens.
  • Der Brunnen wird in Akongo 3 gebaut.
  • Die Arbeiten beginnen feierlich am 8. April 2017 nach Segnung des Brunnenplatzes durch den Dorfpfarrer.

Die Menschen in Akongo wollen ihr Dorf vorantragen und die weitere Zusammenarbeit mit den ELEFANTENFÜβE e.V. erweist sich als vielversprechend. Das ist, was in Erinnerung von dem ersten Treffen geblieben ist.

                                                                            Beitrag von Jacques Abel ONYA

 

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Schulungsmaterial zur Pflege von Brunnen 

„Elefantenfüße“ sorgen für sauberes Wasser

BAD GODESBERG. Der Bad Godesberger Joschka Merz hat vor drei Jahren sein Abi am Konrad-Adenauer-Gymnasium gemacht. Direkt danach gründete er einen Verein, der in kleinen Dörfern Kameruns Brunnen baut. Zum Artikel

Agnes DJUISSI und Jaques Onya Abel mit der von der GIZ erstellten Broschüre zur Pflege von Brunnen

 

 

 

 Dazu der Bericht von Jaques Ony Abel: 

 

Am 3. Februar 2017 hat das Programm zur Unterstützung der Dezentralisierung und Lokalentwicklung (PADDL) der GIZ den deutschen Verein ELEFANTENFÜSSE e.V. zu einer ausführlichen Beratung empfangen. Dabei erhielt der Verein wertvolles Schulungsmaterial für Wasserprojekte.

 

Es war 10.30 Uhr, als Frau Agnès DJUISSI Herrn Jacques Abel ONYA, den Ansprechpartner der ELEFANTENFÜSSE–Kamerun, herzlich in ihrem Büro in der Hauptstadt Jaunde begrüβte. Auf dem Arbeitstisch lag schon das Paket bereit. Es besteht aus einem USB-Stick als numerische Form der Spende und weiteren Aufklärungsmaterialien in gedruckter Form.

Frau DJUISSI ist zuständig für Wasser im PADDL. „Wasser ist für mich eine Leidenschaft. Ich kümmere mich darum seit 15 Jahren. Wir freuen uns sehr, wenn sich die Menschen für die Wasserversorgung einsetzen. Deshalb ist die Initiative der ELEFANTENFÜSSE e.V., lokale Bevölkerung den Zugang zu Wasser zu erleichtern, lobenswert.“, sagte sie zusehends begeistert.

Die Expertin für Wasser wies darauf hin, dass die Vorbereitungsphase eines Wasserprojekts wichtiger als die Implementierungsphase ist. Denn die Nutzniesser brauchen Schulungen, um die Nachhaltigkeit des Brunnens zu gewährleisten. Für sie scheitern viele Wasserprojekte in Kamerun, weil die Begünstigten nichts über die Unterhaltung und die Wartung des Brunnens wissen. „Man muβ also die Lokalbewölkerung in alle Schritte des Vorhabens involvieren, damit sie sich das Projekt aneignen kann.“, so Frau DJUISSI.

Der Ansprechpartner der ELEFANTENFÜSSE–Kamerun hat sich seinerseits herzlich für den warmen Empfang und die Beratung bedankt. „Es mangelte uns an geeignetem Schulungsmaterial. Ab heute werden wir professioneller handeln und bessere Ergebnisse erzielen.“, unterstrich er voller Zuversicht und Ehrgeiz.

Der PADDL ist ein Programm der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ GmbH). Die GIZ ist landesweit aktiv in Kamerun in folgenden Bereichen: Gesundheit, Umwelt, Dezentralisierung und ländliche Entwicklung. Was ELEFANTENFÜSSE e.V. betrifft, wurde der Verein im März 2015 in Bonn ins Leben gerufen. Der Verein setzt darauf, die Bildungs- und Lebensqualität der Menschen in Kamerun zu verbessern. So werden Schulpreise alljährlich organisiert und Brunnen in Dörfern gebaut. Der Einsatz des vom PADDL erhaltenen Schulungsmaterials  wird zweifelsohne eine neue Seite in der Entwicklungsarbeit der Elefantenfüße e.V. in Kamerun öffnen. 

                                                                        Beitrag von Jacques Abel ONYA

 

 

sauberes Wasser Für Akongo

Zielgruppe

Zielgruppe sind etwa 5000 Menschen, darunter 4000 Jugendliche und 1000 Erwachsene in Akongo. In diesem Dorf haben Bewohner kein sauberes Trinkwasser zu finden. Wegen der schlechten Wasserqualität leiden Menschen nach wie vor an Magen- und Darm-Erkrankung und viele Schüler bleiben sehr häufig dem Unterricht fern. Dazu sind Schüler oft dazu gezwungen, die Schule zu verlassen, um Trinkwasser zu suchen.

 

Kurzbeschreibung- Ziele und geplante Maßnahmen

Das Projekt verfolgt drei Hauptziele. Erstens  den Zugang zum sauberen Trinkwasser in Akongo zu ermöglichen. Zweitens die Cholera und andere, durch unsauberes Wasser hervorgerufene Krankheiten zu unterbinden, krankheitsbedingte Fehltage zu vermindern und die Schulleistungen zu verbessern. Drittens zielt das Projekt darauf hin, eine nachhaltige Gesundheits- und Hygieneerziehung durch ständige Aufklärung im Dorf zu fördern.

Akongo ist ein großes Dorf, ca. 110 Kilometer von Jaunde, der Hauptstadt Kameruns entfernt. Hier leben ungefähr 5000 Menschen, von denen 4000 das Erwachsenenalter noch nicht erreicht haben.

Die Menschen leben hauptsächlich von landwirtschaftlichen Aktivitäten und vom Kleinhandel. Charakteristisch für Akongo ist die extreme Armut und die schwache Kaufkraft der Bevölkerung. Dafür gibt es einen Hauptgrund: Das Dorf ist so abgelegen, dass die Dörfler es sehr schwer haben, ihre Feldprodukte in der Stadt abzusetzen

 

Wasserversorgung

Das größte Problem der Einwohner stellt die Wasserversorgung dar. Es gibt in Akongokeine Möglichkeit an sauberes Trinkwasser zu gelangen. Was die Einwohner hier als Quellen nennen, sind eigentlich Pfützen, die in der Trockenzeit (Januar-Februar) zunehmend schwinden, bis sie schließlich dann nicht mehr vorhanden sind. Diese sind häufig einen Kilometer querfeldein durch den Wald entfernt. Der Weg dahin ist aufgrund von nicht zu verachtenden Steigerungen, sehr beschwerlich. Das Wasser selbst ist sehr schlammig und alles andere als klar. Man kann sich vorstellen, dass der Rückweg, beladen mit zwei vollen Eimern, noch einmal erheblich schwieriger ist.

Durch den Konsum des  Wassers leiden viele Menschen unter Krankheiten, die drastische Folgen (vor allem für Kinder) haben können.

Deshalb bittet die Dorfgemeinschaft die ELEFANTENFUESSE e.V. um eine finanzielle Unterstützung. In der Tat hat schon die deutsche humanitäre Organisation Elefantenüße e.V. ein vergleichbares Wasserprojekt 2015 im kamerunischen Dorf Mebomezoa erfolgreich umgesetzt.

 

Unterhaltung und Wartung des Brunnens

Aus der Erfahrung des von ELEFANTENFUESSE e.V. ersten bezuschussten Brunnenprojekts im Dorf Mebomezoa entrichtet jede Familie einen kleinen Betrag im Gegenwert von ca. 6 EURO jährlich für die Unterhaltung (einschließlich Chemikalien) und eine eventuelle Reparatur des Brunnens.

 

Schulungen

Schulungen in Hygiene und Demonstrationen zu Transport und Aufbewahrung von Wasser und zur Reinhaltung des Brunnens werden vor, während und nach der Projektlauzeit im Dorf durchgeführt. Dieses ist im Kostenplan bereits vorgesehen. Das entspricht 12 Schulungen. Bei den Schulungen wird ein besonderer Akzent auf die durch wasserbedingten Krankheiten im Allgemeinen und die Cholera insbesondere gelegt.

 

Aufgaben des Hygienekomitees

Das Hygienekomitee wird damit beauftragt, die Sensibilisierung im Dorf fortzusetzen. Dazu wird eine ehrenamtliche Dialog-Plattform zwischen Dorfbewohnern aufgebaut, um ständig über den Zugang zu sauberem Trinkwasser, die durch wasserbedingten Krankheiten und besonders die Cholera zu diskutieren. Darüber hinaus werden auch die Dorfoberhäupter in das Projekt für die Gesundheitsberatung involviert.

 

Projektbeschreibung von Jaques Abel Onya, Kamerun

 

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© Petra Merz